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Event

Do, 17.05.18, 18:00 - 20:00
Floating University Berlin, 10965 Berlin, Lilienthalstraße

Architekten und Planerinnen werden zunehmend mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Die Endlichkeit fossiler Energieressourcen sowie nicht erneuerbare Materialien, die Auswirkungen des Klimawandels und die Umweltverschmutzung bedrohen die Lebensbedingungen und die Umwelt und führen weltweit zu Migrationsbewegungen und Konflikten. Globale Urbanisierungs- und Bauprozesse gehören zu den größten Treibhausgasproduzenten. Gleichzeitig bieten unsere zunehmend urbanisierten Gesellschaften eine Chance für ein radikales Umdenken. Nur wenn es uns gelingt, die globale urbane Transformation nachhaltig und sozial integrativ zu gestalten, können wir unser planetarisches Überleben sichern.

Die projektintegrierte Veranstaltungsreihe für Architektinnen und Planer „DIE NACHWACHSENDE STADT“ bietet einen einführenden Überblick zu vier Themen – Stadtsysteme, Klimaanpassung, grüne Ökonomie und Transformation zur Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer der PIV sind aktiv an der Organisation, Durchführung und Dokumentation der vier Fachgespräche zu den jeweiligen vier Themen beteiligt.

Diese Veranstaltungen stehen auch Studierenden der Designstudios„The Great Transformation“,„Sembrando Vida“ und „re: form“ offen und werden gemeinsam von der Habitat Unit und dem Natural Building Lab organisiert.

17. Mai: Referenten für Urban System
Stefan Kreft (Nachhaltige Entwicklung, Uni Eberswalde)
Saskia Hebert (Transformationsdesign, HbK Braunschweig)
Maria Rosa Muñoz (Wuppertal Institut, Klimafragen)
Ramana Gudipudi (PIK)

Maria Rosa Muñoz erläutert anhand konkreter Beispiele, wie die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte einer Stadt miteinander verknüpft sind und wie diese Zusammenhänge für eine effektive Stadtplanung und -bewirtschaftung berücksichtigt werden sollten. Der Vortrag wird sich speziell mit den Zusammenhängen zwischen städtischer Segregation, Zersiedelung, Wohnen, Transport und Luftverschmutzung befassen.

Ramana Gudipudi stellt die aktuellen Herausforderungen dar, denen sich Städte weltweit gegenüber stehen, und identifiziert Schlüsselbereiche für städtische Transformation und nachhaltige Entwicklung aus Sicht des städtischen (System-)Stoffwechsels. Städte wie biologische Organismen leben von den natürlichen Ressourcen und setzen Abfälle und andere Schadstoffe als Nebenprodukte frei. Mit mehr als 50 % der Weltbevölkerung, die 80 % des globalen BIP erwirtschaftet und etwa 70 % der weltweiten Energieversorgung verbraucht, gelten Städte als Kernelemente der globalen Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes.

 

 

Weitere Termine sind der 24. und 31. Mai sowie der 7. Juni.