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Fall Open Weeks – Workshops und Open Program

© Daniel Seiffert. raumlaborberlin

Zur Eröffnung der Fall Open Weeks wird die Floating University zum Schmelztiegel der Fragen des Numerischen unseres Zeitalters: Das projekt bauhaus nimmt seinen zweiten großen Schritt, das Erbe der großen Bauhaus Schule gegen den Strich zu Bürsten. Die Kurator_innen des projekt bauhaus laden Vertreter_innen des aktuellen Diskurses zwischen Stadt und digitaler Welt ein. Diese mischen sich mit weitgereisten Studierendengruppen und künstlerischen Positionen von Olaf Nicolai, Brave New Alpes und Moreshin Allahyari.

In der darauf folgenden Woche widmen wir uns der Sichtung, Archivierung und Editierung des Erbes unserer Universität. Dabei entstehen das Lexicon of Floating Terms mit Gilly Karjevsky und den Editing Allstars und die Ausstellung “Sammelbecken” mit Errungenschaften der Floating University. Die Akademie des Hörens fasst Gehörtes in verschiedenen Formaten zusammen und die Soundance-Reihe wird mit einem weiteren Workshop von Jenny Haack und Carla Kienz fortgeführt. Mit dem Floating AREAL Open Lab und den Null Protokollen gehen Workshops und Performances dem Boden des Regenrückhaltebeckens als Bewegungsraum auf den Grund. Gleichzeitig entstehen neue Räume, in denen wir am 8. und 9. September das große Floating Symposium veranstalten.

In der zweiten Woche bewegen wir uns mit einem Workshop von Elisabeth Merk, Stadtbaurätin in München, und Mauricio Corbalan, Architekturtheoretiker aus Buenos Aires, weiter in die Tiefen unserer Stadtgesellschaft. Experimentelle Vortragsformate und Gespräche bereiten uns neben der Aufbereitung der Visionen des Floating Symposiums vor auf eine Zeit ohne Floating University.

Das Abschlusswochenende um den 15. September wird dann noch einmal mit der eSeL Show, einem Chorkonzert und der Grand Closing Ceremony geräuschvoll, bevor die Floating University Berlin für den nahenden Winter schließt.

Hier findet ihr eine Übersicht der Programmpunkte der Fall Open Weeks zum Download.

 

Die Workshops haben eine Dauer von einem bis sechs Tagen. Sie finden von 11 bis 17 Uhr statt (sofern nichts anderes angegeben), mit einer gemeinsamen Mittagspause. Wir erheben eine Teilnahmegebühr für alle Veranstaltungen und die Plätze sind begrenzt.

Unter info@floatinguniversity.org könnt ihr euch für einen oder mehrere Lieblingsworkshops anmelden.

 

© Daniel Seiffert. raumlaborberlin

Die Programmpunkte im Einzelnen

30. August – 2. September
projekt bauhaus Werkstatt (Konferenz)
projekt bauhaus lädt in diesem Sommer internationale Teams ein, die Werkstattstruktur des Bauhauses wiederzubeleben, das emanzipatorische Potenzial von Technologie zu erkunden, die Idee des Fortschritts zu hinterfragen und eine Kritik der Gegenwart mit Hilfe der Gestaltung zu formulieren.

 

4. – 15. September
Sammelbecken – Bilder, Ausschnitte und Haltungen der Floating University (Ausstellung des Forschungsstands)
Fünf Monate Floating University, 25 Hochschulgruppen und über 50 Workshops haben eine Menge Material produziert. Sammelbecken zeigt eine wachsende Auswahl von Objekten, Dokumentationen, Plänen, Filmen, Zeichnungen, Gesprächen.

 

4. – 9. September, 11 – 17 Uhr
Hot Terms Redaktionswoche – Entwicklung des Floating University Lexikon (Workshop und Werkstattausstelllung)
Gilly Karjevsky (Kuratorin, Berlin / Tel Aviv)
Das Lexikonprojekt an der Floating University experimentiert mit der Erfassung von Wissensproduktion in räumlichen Praktiken.

 

4. – 7. September, 10 – 16 Uhr
Urban Soundance Lab #2 – Choreografische Recherche zu Klang und Bewegung der Floating University (Workshop)
Jenny Haack (Tänzerchoreografin/ Künstlerin, Berlin) und Carla Kienz (Architektin/ Performerin, Berlin)
In dem Workshop setzten wir uns mit dem Ort der Floating University mittels Bewegung, Stimme und Sprache auseinander.

 

5. und 6. September, je 19 Uhr
Die Null Protokolle – Floating University (Performance)
EXTRALEBEN (Performance- und Theaterlabel, Zürich)
Die Null Protokolle ist eine Open-Air Performance, die sich mit dem drohenden ökologischen Kollaps beschäftigt.

 

6 – 7. September, 11 – 17 Uhr
Akademie des Hörens: Der Tonschreiber – Aus CD wird Vinyl. Mechanische Tonaufnahme verstehen (Tagesworkshops)
Ameise (Presswerk-Betreiber / Hamburg) und Alex Rex (Industriedesigner / Halle)
Inwiefern ist Schall Energie und wie kann diese Energie festgehalten und reproduziert werden?

 

7. September, 19 Uhr
JETSAM Soundance Walk (Abschlussperformance)
Entlang des Soundance Walks orchestrieren Teilnehmende des Urban Soundance Labs zusammen mit eingeladenen Performer_innen, Tänzer_innen und Musiker_innen Interventionen im Regenrückhaltebecken.

 

7. September, 20 Uhr
Some Notes #9 – japanische Erfahrungen (Vortrag)
Niklas Fanelsa (Architekt, Berlin) mit Momus / Nick Currie (Musiker, zwischen Europa und Japan)
Some Notes lädt Rückkehrer_innen von Auslandsaufenthalten in Japan ein, um von ihren persönlichen Erfahrungen zu berichten.

 

7. September, 22 Uhr
Floating Footage – Sechs Wochen Formatting Observation (Filmaufführung)
Alexis de Raphelis (Künstler, Cosne-sur-Loire) Benoît Verjat (Interface Designer, Paris)
Nach sechs Wochen Immersion präsentieren Alexis und Benoît eine Reihe von Videos, gefilmt mit Beobachtungsinstrumenten die vor Ort im Rahmen von Workshops entwickelt worden sind.

 

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8. – 9. September, jeweils 11 – 20 Uhr

Floating Symposium

Zwei Tage zur Zukunft des Regenwasserbeckens und der Floating University. Berichte, Untersuchungen, Erfindungen, Erkundungen und Entdeckungen.

Möchtest du am Floating Symposium teilnehmen und/oder eine Arbeitsgruppe anbieten? Dann schreib uns an info@floatinguniversity.org

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9. September, 21 Uhr
modular-t an der Gerüstkonstruktion – Wie klingt die Floating University?(Konzert)
Philip Leitner (Musiker, Wien)
Als Abschluss des Symposiums bringt Soundkünstler Philip Leitner noch einmal die Gerüststruktur der Floating University zum Klingen.

 

10. – 11. September, 11 – 17 Uhr
open your eyes and listen – Die empathische Stadt (Workshop)
Elisabeth Merk (Stadtbaurätin, München) Mauricio Corbalan (Architekt, Buenos Aires)
Ein Workshop mit zwei sehr unterschiedlichen urbanen Denker_innen über die sichtbaren und unsichtbaren Dimensionen der Stadt.

 

11. September, 11 – 17 Uhr
Widerstand und Verfolgung rund ums Regenrückhaltebecken – Kiez-Spaziergänge (Workshop)
Tucké Royale (Performer, Berlin)
Auf einem Kiezspaziergang über den Friedhof Lilienthalstraße regt der Workshop zur Auseinandersetzung mit deutscher Täterschaft und heroischer Männlichkeit an.

 

12. September, 9 – 13:30 Uhr
Floating AREAL Open Lab – »on building im-material spaces«
Sabine Zahn (Choreografin, Berlin)
Sabine Zahn lädt zu einer zweigleisigen Untersuchung ein, zu Formen von »Raum-machen« aus der Perspektive bewegungsbasierter und material- bzw. planungsbasierter Praktiken.

 

12. September, 11 – 17 Uhr
Was ist des Wassers Ritual? Sich mit dem Wasser verbinden (Workshop)
Katherine Ball (Künstlerin, Detroit)
Alexis de Raphelis (Künstler, Cosne-sur-Loire) Benoît Verjat (Interface Designer, Paris)
Wie können wir auf einem angeschlagenen Planeten gut leben? Wie stärken wir die Beziehungen zu dem, was uns wichtig ist?

 

13. September, 18 Uhr
Radio Spätkauf – Gespräch über aktuelle Ereignisse in Berlin (Live Recording)
Jöran Mandik (Designer, Berlin) Joel Dullroy (Journalist, Berlin)
Maisie Hitchcock (Architekturhistorikerin, Berlin) Daniel Stern (Comedian, Berlin)
Radio Spätkauf – Berlin News in English ist ein Podcast in Form einer Talkshow, in dem die Hosts monatlich die wichtigsten und interessantesten Geschehnisse der Stadt rekapitulieren und diskutieren.

 

13. September, 19:30 Uhr
Gedankenaustausch (Vortrag und Gespräch)
Xin Cheng (Künstlerin, Hamburg) Andreco (Künstler, Rom / New York)
Die beiden Künstler_innen Xin Cheng und Andreco sprechen über ihre Arbeit und übertragen ihre Erfahrungen auf das System Floating University.

 

14. – 15. September, 11 – 17 Uhr
OOO – Observing Observers Observations – Aus der Bildersammlung lesen (Workshop)
Alexis de Raphelis (Künstler, Cosne-sur-Loire) Benoît Verjat (Interface Designer, Paris) Donato Ricci (médialab, Sciences Po Paris)
Viele Fotos sind während des Semesters an der Floating University entstanden – mit sehr unterschiedlicher Funktion, Qualität und Autor_innenschaft. Untersucht mit digitalen und manuellen Techniken aus Kunst und Digital Humanities, erzählen sie von Perspektiven rund um die Universität, ihre Nutzer_innen und das Regenrückhaltebecken.

 

14. September, 15 – 18 Uhr
Akademie des Hörens: Hören – Zuhören – Singen. Audiation als Grundlage für das Verstehen von Musik (Workshop)
Friederike Stahmer (Chorleiterin, Berlin)
Einfache (und komplexere) Melodien können durch Audiation erarbeitet werden, um sich so dem verstehenden Denken in Musik zu nähern.

 

14. September 18 Uhr
Performance des Mädchenchors II und III der Sing-Akademie zu Berlin (Konzert)

 

14. September, 21 Uhr
eSeL SHOW – Eine komprimierte Kunstkommunikation (Performance)
eSeL (Kunst-Kommunikator, Wien)
Das interaktive Bühnenformat „eSeL SHOW“ verdichtet zweitausendundachtzehneinhalb Jahre Kunstgeschichte zu einer humorvollen Bestandsaufnahme zeitgenössischer Kunst im keimenden Bildschirmzeitalter.

 

15. September, 10 – 18 Uhr und 20 – 21 Uhr
Akademie des Hörens: Human Amplifier – Floating University, this is the end! Über das Hören, Verarbeiten und Weitergeben (Workshop)
Louise Vind Nielsen (Soundkünstlerin, Hamburg)
In diesem Workshop lädt die Künstlerin mit ihrem Performance-Format Human Amplifier die Teilnehmenden ein als »Lautsprecher« zu agieren.

 

15. September, 14 – 17 Uhr
BMX School Berlin – BMX Flatland Crash Course + Bike Race – BMX & MTB Competition
Am kommenden Samstag, 15. September, veranstaltet die BMX School Berlin einen kleinen BMX-Workshop für Anfänger und ein Fahrradrennen (BMX, MTB, mit eigenem Bike-Style) auf dem neuen BIKE Park „TOXIC FANGO“ im Regenwasserrückhaltebecken des Flughafens Flughafen Tempelhof.

 

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15. September, 10 – nachts

Grand Closing Ceremony

Die Floating University war ein Semester lang der Ort für gemeinsames Forschen, Ausprobieren und Experimentieren. Internationale Studierende kamen zusammen mit Nachbar_innen, Gärtner_innen mit Geflüchteten, Choreograf_innen mit Wasserexpert_innen.
Zum Abschluss dieses intensiven Austauschs wollen wir am 15. September die gewonnenen Erkenntnisse und bereichernden Begegnungen noch einmal sichtbar machen und mit allen feiern!

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© Daniel Seiffert. raumlaborberlin

Academic Program

Über 20 kooperierende Universitäten sind zwischen April und September zu Gast an der Floating University. Einige betreiben kritische Forschung, andere bieten Design-Build-Kurse an oder kartieren das geographische, soziale und ökologische Umfeld, wieder andere schaffen Räume für Kommunikation, Gemeinwesen und Selbstorganisation der städtischen Zivilgesellschaft. Einige sind im Rahmen der Fall Open Weeks in Berlin.

Die neue Rütt-Arena
Universidad La Gran Colombia Bogotá | Facultad de arquitectura + Pontificia Universidad Javeriana + Technische Universität München | Fakultät für Architektur

Ausgehend vom Regenrückhaltebecken entwickeln Studierende aus München und Bogotá Strategien, wie eine zusätzliche Nutzung möglich wird ohne den eigentlichen Zweck der Infrastruktur zu stören.

How to recycle a university
Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten Royal Academy of Art Den Haag INSIDE, Master Interior Architecture
Im September kommen nun die Studierenden des neuen ersten Jahres gemeinsam mit den nun im zweiten Jahr Studierenden und widmen sich gemeinsam mit Jan Korbes von Refunk der Wiederverwertung einer ganzen Universität.

Architektur für eine Welt im Wandel!
ENSA Nantes
Worum geht es in dieser »sich verändernden Welt« wirklich? Wie sieht sie aus, wie fühlt, wie hört sie sich an? Studierende schafften 132 Bilder der Floating University

© Daniel Seiffert. raumlaborberlin.